Kontakt
Jüdische Geschichte und Kultur
Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München
Telefon:
+49 (0) 89 / 2180 - 5570 (Sekretariat)
E-Mail:
martina.niedhammer@lmu.de
Sprechstunde:
mittwochs, 10-11 Uhr persönlich oder nach Absprache per Zoom
Kurzvita:
Martina Niedhammer forscht und lehrt zur jüdischen Geschichte und Kultur Europas vom 18. bis zum 20. Jahrhundert mit einem regionalen Schwerpunkt auf Ostmitteleuropa und Frankreich. Ihr besonderes Interesse gilt Fragen von Transfer und Verflechtung, biographischen Methoden und der Alltagsgeschichte sowie der Wissenschaftsgeschichte der Philologie. Nach einem Studium der Geschichte und der Slavischen Philologie in München, St. Petersburg und Prag wurde sie 2012 an der LMU mit einer Arbeit zum Prager jüdischen Großbürgertum im 19. Jahrhundert promoviert. Diese Studie wurde 2013 mit dem Max-Weber-Preis der Bayerischen Akademie der Wissenschaften ausgezeichnet. 2025 nahm die Fakultät für Geschichts- und Kunstwissenschaften der LMU die im Rahmen einer DFG-Förderung („eigene Stelle) entstandene Habilitationsschrift zu „kleinen" Sprachen, eine vergleichende kulturgeschichtliche Studie der Normierungsprozesse des Jiddischen, Belarusischen und des südfranzösischen Okzitanischen im 19. und frühen 20. Jahrhundert, an. Von 2011 bis 2026 war Martina Niedhammer wissenschaftliche Mitarbeiterin am Collegium Carolinum, Forschungsinstitut für die Geschichte Tschechiens und der Slowakei. Lehrtätigkeiten führten sie in den vergangenen Jahren darüber hinaus an die LMU und an die Otto-Friedrich-Universität Bamberg sowie im Wintersemester 2023/24 als Gastprofessorin an das Centrum für Jüdische Studien an der Universität Graz. Seit dem Sommersemester 2026 vertritt Martina Niedhammer den Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur.
Laufende Forschungsprojekte
- Geschichte der Wissenschaft auf Jiddisch
- Jüdische Sprachen
- Ländliche jüdische Lebenswelten in Ostmitteleuropa: Erinnerung und Rezeption
- Die geteilte Mahlzeit: Eine „shared history" jüdischen Essens
Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2026
- Vorlesung: "Jüdische Familiengeschichte(n) im deutschsprachigen Raum. Ein Panorama vom 18. bis ins 20. Jahrhundert", Mittwoch 8 - 10 Uhr, Raum M 110
- Vertiefungskurs: "Eating Jewish: Jüdische Esskulturen in Zentraleuropa, 1800–1938", Freitag 10-13 Uhr, Schellingstr. 7, Raum 304
- Übung: "Die „schöne Jüdin“. Zur Konstruktion von Alterität in Literatur und Geschichtsschreibung", Donnerstag, 16 - 18 Uhr, Amalienstr. 73A, Raum 114
- Oberseminar: "Neue Forschungen zur Jüdischen Geschichte und Kultur der Neuzeit", Dienstag, 18 - 20 Uhr Raum K 226
